Ferienpass-Planung zu Zeiten der Corona-Pandemie

Wie die Corona-Pandemie die Ferienpass-Planung erschwert und welche Möglichkeiten sich bei einem Online-Ferienpass ergeben.

Richard Henkenjohann


Die Planungsunsicherheit besticht

Es ist Mitte April und die Corona-Epidemie hat schon längst das öffentliche Bild in Deutschland verändert. Seit einiger Zeit ist klar, dass das Kontaktverbot in Deutschland noch einige Zeit bestehen wird.

Die Ferienpass-Planung ist auf dem Kopf gestellt. Niemand weiß zum aktuellen Zeitpunkt, wann und wie Freizeitaktionen wieder möglich sein werden. Denn eines ist klar: Viele Ferienpass-Angebote leben von Begegnung und Unternehmungen im Freien.

Durch die Corona-Pandemie ändert sich gerade vieles auf der Welt und auch bei der Ferienpass-Planung muss umgedacht werden.

Üblicherweise sieht eine Ferienpass-Planung so aus: Die Verwaltung startet einen Kick-Off-Termin Anfang des Jahres und lädt alle Veranstalter*innen ein, ihre Angebote auf der Online-Plattform einzutragen. Die Verwaltung setzt einen Redaktionsschluss, der üblicherweise im März oder April liegt. Im Anschluss werden die eingetragen Veranstaltungen korrigiert und freigeschaltet und die Druckversion zusammengestellt. Der Ferienpass wird gedruckt, verteilt und online gestellt. Gemeinden, die ein Los-Verfahren verwenden, setzen zusätzlich einen Stichtag für die Anmeldungen fest.

Die große Schwäche dieses traditionellen Ablaufs ist das starre Gefüge von Stichtagen und Fristen. In der heutigen Zeit der Planungsunsicherheit, kann nicht vorhergesagt werden, welche Veranstaltungen überhaupt stattfinden können. Unter Umständen müssen Veranstaltungen abgesagt werden, ggf. reicht es aber auch, eine Veranstaltung zu verlegen, wenn die notwendigen räumlichen Gegebenheiten zur Durchführung eines Angebotes sich ändern. Dies alles im Blick zu haben und alle Eltern bei Veranstaltungsänderungen zu informieren, kann kaum erzielt werden.

Aus diesem Grund haben sich alle mit mir zusammenarbeitenden Herausgeber eines Ferienpasses entschlossen, dieses Jahr den Ferienpass ausschließlich in der Online-Version herauszubringen und auf eine Druck-Version zu verzichten.

Mit ferienpass.online ergeben sich hier mehrere Möglichkeiten:

Durch auf eine Aufhebung eines Redaktionsschlusses können alle Veranstalter*innen bis zum Termin ihrer Veranstaltung weitere Aktionen in das Portal eintragen. Dies kommt den Veranstalter*innen zu Gute, die sich aufgrund der aktuellen Bestimmungen zögerlich zeigen.

Die Veranstaltungen können ganz und teilweise abgesagt werden, um tagesaktuell auf neue Entwicklungen reagieren zu können. Das Feriepass-Angebot erscheint auf der Webseite als abgesagt und alle bereits angemeldeten Kinder werden über die Absage informiert.

Sollte eine Raum- oder Terminänderung notwendig sein, können auch hier alle Kinder informiert werden.

Dieses Jahr können die Umstände genutzt werden, um das Online-Angebot für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern noch besser zu machen!